Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen
- Daniela Wurzinger

- 18. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 9. Mai

Grenzen setzen klingt einfacher, als es ist. Vor allem dann, wenn man gelernt hat, dass man erst dann geliebt wird, wenn man sich anpasst. Wenn man keinen Aufwand macht. Wenn man funktioniert.
Warum Grenzen keine Ablehnung sind
Eine Grenze ist keine Mauer. Sie ist keine Strafe. Sie ist keine Aussage darüber, was der andere falsch gemacht hat. Eine Grenze ist eine ehrliche Aussage darüber, was du brauchst - und was du dir zumuten kannst.
Menschen, die keine Grenzen setzen können, tragen meistens schon lange zu viel. Sie sagen Ja, wenn sie Nein meinen. Sie funktionieren, wenn sie eigentlich Pause brauchen. Und dann wundern sie sich, warum sie sich leer fühlen.
Das schlechte Gewissen ist kein Zeichen, dass du falsch liegst
Wenn du eine Grenze setzt und dich dabei schlecht fühlst, bedeutet das nicht, dass du etwas Falsches getan hast. Es bedeutet, dass du etwas Ungewohntes getan hast. Das schlechte Gewissen kommt aus alten Mustern. Dieses Muster zu durchbrechen braucht Übung - und die Bereitschaft, das Unbehagen eine Weile auszuhalten.
Wo du anfangen kannst
Nicht mit dem schwierigsten Menschen in deinem Leben. Sondern im Kleinen. Mit dem Nein zum Zusatzauftrag, den du eigentlich nicht willst. Mit dem Absagen des Treffens, das dich Energie kostet, die du gerade nicht hast. Grenzen setzen ist wie ein Muskel. Er muss trainiert werden. Und irgendwann kommt der Moment, in dem es sich nicht mehr falsch anfühlt - sondern richtig.